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Borat, Gomez & Ich.

Manch einer hätte sich gestern beim ersten Länderspiel zwischen Kasachstan und Deutschland wahrscheinlich Sasha Baron Cohens Kunstfigur „Borat“ als Field-Reporter gewünscht – um wenigstens einen minimalen Bezug zum Land herstellen zu können. Denn was wusste der Durchschnittsbürger (mich eingeschlossen) vor diesem Länderspiel (und im besten Fall vor dem damit verbundenen Studium des dem Land gewidmeten Wikipedia-Eintrags) schon über Kasachstan? Richtig: Nix.

Das besagte letzte EM-Qualifikationsspiel der DFB-Elf in diesem Kalenderjahr wurde übrigens extra für das ZDF erst um 23:00 Uhr Ortszeit (=> 19 Uhr MESZ) angepfiffen. Ihr wisst schon: höhere Quoten, bessere Vermarktungsmöglichkeiten und so. In meinen Augen ist das übrigens eine absolute Respektlosigkeit gegenüber den kasachischen Fans, die sich mitten in der Woche erst gegen 1 Uhr auf den Heimweg begeben konnten... aber das ist ein anderes Thema.

Nun aber zum Sport. Was das Spiel zu bieten hatte? Ein kasachisches Team, das tief stand, engagiert versuchte dagegenzuhalten und den wenigen Ballbesitz, das es hatte, in recht clevere Konter ummünzte. Man sah auf jeden Fall, das der deutsche Trainer und ehemalige Jürgen-Röber-Azubi Bernd Storck mit größtenteils bestenfalls semi-professionellen Spielern gute Arbeit leistet. Einer Vertragsverlängerung über 2010 hinaus sollte nichts im Wege stehen.

Die deutsche Mannschaft hingegen erarbeitete sich zwar schon im ersten Durchgang einige gute Torchancen, aber schien das Spiel gegen die Türken, die Anreise oder was-auch-immer noch in den Knochen zu haben. Da man sich jedoch (zumindest im Trikot mit dem Adler) auf Miroslav Klose verlassen kann, stand es dann kurz nach dem Wiederanpfiff „schon“ 0:1 für Jogis Jungs. Wenig später dann ein sporthistorischer Moment: Mario Gomez (den ich wirklich schätze!) schießt nach gefühlten 1.474 Jahren ein Pflichtspieltor für die Nationalelf. Hurra! Den 0:3-Endstand besorgte dann schließlich, ihr werdet das Spiel ja gesehen haben, Lukas Podolski nach einem wirklich schönen Solo-Lauf.

Bleibt die Erkenntnis, dass aus einem Spiel, das unter Ribbeck/Völler/Klinsmann wahrscheinlich ein trostloses 0:0 geblieben wäre, souverän drei Zähler mitgenommen wurden. So kann's doch 2011 weitergehen.

Foto: © Bongarts/Getty Images

13.10.10 19:23
 


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